Frauen für technische und naturwissenschaftliche Studiengänge zu begeistern, ist das Ziel des nationalen Pakts „Komm, mach MINT“. Presse-Referentin Christina Haaf erzählt, warum gerade Frauen dringend gebraucht werden und was sie erwartet.
Haaf: Studentinnen haben mir erzählt, dass die ersten Semester sehr anstrengend sind. Denn die Kultur in MINT-Fächern ist lern- und leistungsorientiert. Diese „Durststrecke“ gilt es zu überwinden, und dann wird es richtig gut, so die Erfahrung der Studentinnen. Am Anfang des Studiums sollten sich junge Frauen weder vom Kommilitonen-Bluff à la „Ich kann schon alles“ noch von Äußerungen der Lehrenden wie „Hier kommen nur die Besten durch“ abschrecken lassen.
Haaf: Ich will das jetzt nicht nur am Geschlecht festmachen, aber Studien belegen, dass Frauen oftmals eine andere Sichtweise haben: Sie richten stärker den Fokus auf den Nutzen und beziehen den gesellschaftlichen Zusammenhang mit ein. In der Auto-Entwicklung beispielsweise geht es ihnen weniger um höher, weiter, schneller, sondern mehr um energiesparend und wendig. Diese Zielgruppen- und Bedarfs-Orientierung wird für Unternehmen immer wichtiger.
Haaf: Auf sehr spannende Arbeitsbereiche wie zum Beispiel erneuerbare Energien, Mobilität oder Stadt-Entwicklung. Hier werden Absolventinnen und Absolventen gesucht, die neben fachlicher Kompetenz eine visionäre Denkweise mitbringen. Es ist sicherlich ein motivierendes Gefühl zu wissen, dass man an Entwicklungen mitwirkt, die für unsere Gesellschaft wichtig sind. Und der durchschnittlich gute Verdienst erlaubt es, sich mehr Freiräume zu leisten.
Foto: Hanna Tembrink